Die wahre Geschichte der Fanny

Um Missverständnissen vorzubeugen: "Die Fanny küssen" ist nicht etwa eine Belohnung, sondern bedeutet, ein Spiel 0:13 zu verlieren!

Dieser Brauch stammt angeblich aus den Savoyen. Kurz vor dem 1. Weltkrieg (ca. 1910) gab es im Café von Grand-Lemps eine hübsche Kellnerin namens Fanny. Der Legende nach durften Kunden, die beim Boulespiel verloren hatten, ohne auch nur einen einzigen Punkt erzielt zu haben, ihr zum Trost einen Kuss geben - einen auf jede Wange, wie es sich gehört.

Nun ergab sich, dass die Zahl derer, die ihre Spiele zu Null verloren, schnell und deutlich anstieg. Warum nur?

Eines Tages ereilte auch den Bürgermeister von Grand-Lemps dieses Missgeschick und er wollte sich ebenfalls von Fanny trösten lassen. Ob Fanny nun irgendetwas gegen ihn hatte und ihn öffentlich blossstellen wollte oder sich nur einen Spass erlauben wollte, ist nicht bekannt. Jedenfalls stellte sie sich auf einen Stuhl, hob ihren Rock hoch und streckte dem Bürgermeister ihren Hintern entgegen! Der Bürgermeister wollte nicht kneifen (im übertragenen Sinn, versteht sich) und gab Fanny zwei herzhafte Küsse - auf den Hintern!

Da nicht immer eine Fanny zur Stelle ist, die bereitwillig ihren Hintern zur Verfügung stellt, ist es Sitte, überall dort, wo Boule gespielt wird, eine Fanny parat zu haben. Die unglücklichen Verlierer müssen dann in aller Öffentlichkeit eine Fanny in Form eines Gemäldes oder einer Skulptur küssen. 

So wurde aus dem einstigen Trost die schlimmste Strafe für jeden Boulisten! 

Fanny

 Unsere Fanny

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Bei schönem Wetter spielen wir auf der Grossabündt in Gamprin oder im Steg.

 

 

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